Christian Friedrich Meinel stammte aus Klingenthal und ließ sich nach seiner Heirat mit der Geigenmachertochter Anna Rosina Schönfelder 1730 in Markneukirchen nieder. Im gleichen Jahr wird er als Meister in die Geigenmacherinnung aufgenommen.
Das Vorbildinstrument befindet sich unter der Inv.- Nr. 1.1.1.30 im Bachhaus Eisenach und ist mit Ausnahme von Steg, Wirbel und Saitenhalter im Originalzustand. Es ist eine typische Arbeit der vogtländischen Geigenbautradition. Der Hals ragt dabei in den Korpus hinein, wobei die Oberbugzargen seitlich in den Halsfuß hineinragen und mittels Keilen verleimt werden. C. F. Meinel hielt in der Ästhetik des Modells an der Klingenthaler Stilistik fest, was am Modellverlauf recht gut zu erkennen ist.
