Instrumente
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Nachbauten

Viola
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Tenorviolen

Viola — Tenorviolen

Gebaut nach
Datierung
Provenienz
Korpuslänge
Gasparo da Salò (1540–1609)ca. 1580
Brescia44,5 cm
Halsmensur
Deckenmensur
Spielmensur
14,5 cm23,4 cm38,2 cm
Tenor-Viola nach Gasparo da Salò (Brescia, ca. 1580) in der Vorderansicht mit eingelegtem Griffbrett und Saitenhalter.
…

Fotographie © Gustav Franz

Das Vorbildinstrument befindet sich im „Ashmolean Museum“ Oxford unter der Inv.- Nr. 12; mit Ausnahme vom Steg sind alle Teile des Instruments original erhalten.

Konstruktiv und klanglich unterscheiden sich die Brescianer Instrumente sehr von denen der Cremoneser Schule. Die Hälse wurden nicht wie dort üblich von innen her angenagelt, sondern ragen in den Korpus hinein, wobei die Oberzargen seitlich eingeleimt wurden. Die für den Klang wichtige Wölbung ist nach einer kurzen tiefen Hohlkehle konvex gestreckt und sehr voll.

Auffällig bei diesem Instrument ist die kurze Halsmensur, die darauf hindeutet, dass das Instrument in Altstimmung c – g – d’ – a’ gestimmt wurde. Eine gebräuchliche Tenorstimmung wie G – d – a – e’ war mit einer Spielmensur von 38,2 und unumsponnenen Saiten kaum möglich. Beim Nachbau wird aus diesem Grund das Instrument mit zwei separaten Stegen gefertigt. Es ist dann eine Einrichtung für die Altstimmung mit hochbarockem Steg und umsponnener c und g–Saite möglich oder die Einrichtung in der erwähnten Tenorstimmung bei tiefer stehendem frühbarocken Steg. Das Instrument besitzt dann eine schwingende Saitenlänge von 39,7 cm. Bei dieser Mensur ist die Verwendung des 4. Fingers gerade noch möglich. Für diese Einstellung empfiehlt sich aber die Verwendung einer unumsponenen d–Saite und einer doppelt umsponnenen G–Saite.

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